So geht die Caritas auf Spendenfang
Kindern eine Chance geben – so lautet das Motto der Caritas bei den Kinderpatenschaften. Heute war die Caritas nämlich vor dem Churer Bahnhof mit einem Informationsstand und Flugblättern zugegen. Am morgen und am Mittag war noch alles ruhig, doch heute Abend auf dem Heimweg wunderte ich mich über die recht nervigen und doch sehr skrupellosen Versuchen, Leute auf ihre Aktion aufmerksam zu machen.
So ging eine Frau, als zwei Velofahrer kamen, mitten auf die Strasse und rief: “Hee, ahalte!” Jetzt erzählte sie ein paar Dinge über die Patenschaften. Der Velofahrer fuhr verdutzt weg, die Frau jedoch hüpfte umher und jubelte, nur einen Taxifahrer der neben ihr parkte, fand es nicht so toll.
Doch es geht noch weiter: Sie rannt schnell in Richtung Globus und rief einer kleinen Gruppe zu: “Hey, mann. Kum schnell hera!“. Doch das schien nichts zu nützen, denn freundlich war es nun wirklich nicht. Auch weitere “Hey, Mann” hörte ich noch – aber sie schienen vergeblich und so lief ich lieber weiter.
Wer will denn bei solchen aufdringlichen Aktionen noch spenden? Klar, sie bezwecken eine gewisse Aufmerksamkeit, die andere Organisationen nicht für nötig halten. Aber seien wir ehrlich: Ich würde da nicht unbedingt spenden!