Das richtige Alter zum Bloggen
Letzthin bin ich über eine Link-Empfehlung von Dave gestolpert und am Ende der Datenautobahn landete ich auf dem Blog von [asterix]. Zuerst dachte ich, es wäre ein gewöhnliches Blog mit einem selbst designten Theme.
Was mich dann verblüfft hat, ist Andrés Alter: Er ist noch nicht einmal 13 und trotzdem bloggt er schon wild drauf los. Schon mit 11 hat er sein erstes Internet-Projekt gestartet, ist Moderator in zwei Internetforen und hat als Hobbys Webdesign und Fotografie. Da frage ich mich: Hat man so noch Zeit für Freunde?
Dazu muss sagen, dass ich beim Start meiner Website auch erst gerade 12 war. Aber da habe ich eher aus Spass ein paar Links und Witze online gestellt und meinen Freunden davon erzählt. André ist schon ein paar Schritte weiter, was mich erschreckt und erstaunt. Klar merkt man noch recht stark, dass hier eine 12-Jähriger am Werk ist, interessant ist es trotzdem.
Die Zeiten ändern sich, doch ich lege André ans Herz, mal raus zu gehen anstatt sich vor dem Bildschirm eine Augenentzündung zu holen.
Ich meine, es ist ja schön und gut, dass es gleich so junge Nachwuchsblogger gibt – doch irgendwo muss man den Kompromiss zwischen On- und Offline finden. Lieber etwas später damit anfangen, weniger vor dem PC sitzen und mit Freunden abmachen.Wenn man sich natürlich auch beruflich in diese Richtung orientieren möchte, ist dies das beste Hobby, aber mit 12 ist er da schon recht früh dran, das merke auch ich nachträglich.
Bevor ich jetzt aber weiter versuche, mich in fremde Angelegenheiten einzumischen, gehe ich raus an die frische Luft – und geniesse die Zeit ohne Computer. Real Life eben.
Die Kinder, die werden immer jünger. Das ist nicht nur bei dem Thema Sex so, sondern auch im Internet. Viele der Kinder – Jugendliche sind es da ja noch gar nicht – sitzen nach der Schule stundenlang vor ihrem PC ich finde so was muss nicht sein. Sie sollten raus gehen an die frische Luft und draußen Fußballspielen. Unsere Welt wird irgendwann so aussehen, dass jeder für sich alleine lebt. Denn meiner Meinung nach, können die Leute keine Bindungen mehr eingehen, weil sie vor ihren PC´s vereinsamen. Ich finde das schon sehr krass.
Also da muss ich Ruben zustimmen, die Gefahr der Vereinsamung ist groß. Aber bei Kindern ist das oftmals auch die Schuld der Eltern, die hier einfach nicht in der Lage sind, ein Limit zu setzen, so viel Computer am Tag ja, mehr nein. So ging es früher doch mit dem Fernsehen auch, also zu meiner Zeit und wir konnten wenigstens noch Kinder sein, uns Hütten bauen, auf Wiesen spielen, auf Bäume klettern usw. Ich denke, diese Erfahrungen darf man seinen Kindern nicht nehmen, sondern sollte sie schon in die richtige Richtung “schubsen”.
Ach komm. Schieb es nicht auf die Eltern. Was soll das denn? Ich bitte dich. Viel aber das nicht!!! Stell dir vor, aber es gibt Eltern, die müssen alle beide arbeiten um ihre Kinder durchzubringen. Es gibt auch Eltern die haben dann noch einen Haushalt zu machen und da hat man nicht immer Zeit sich um die Kindern zu kümmern. Und du willst mir doch nicht erzählen, dass du deine Kinder tagtäglich jede Minute überwachst oder doch? Die machen doch sowieso was sie wollen. Und alle zwei Min. nachlaufen und sehen was sie tun. Macht doch keiner.
An Chris: Meiner Meinung machst du da einen großen Denkfehler! Es geht nicht darum Kinder zu überwachen, aber Eltern sollten immer wissen was ihre Kinder tun und in der Lage sein die Lage zu kontrollieren.
Meine Eltern waren auch beide berufstätig, aber haben mir Limits gesetzt. Das ich die manchmal trotzdem überschritten habe ist klar, aber Kindern auch Grenzen zu zeigen ist – denke ich – sehr wichtig.
Grenzen setzen ist natürlich wichtig. Ein Kind ohne Grenzen wird es im Leben sehr schwer haben, denn es gibt nicht nur für einen selbst Grenzen sondern auch im Beruf und im Leben an sich gibt es auch welche. Und wenn man das als Kind nicht gelernt hat glaube ich, ist es sehr schwer das man sich im Leben zu Recht findet. Allerdings ist es heutzutage schon auch schwer das mit den Kids zu machen, denn man sieht ja was da dabei raus kommt. Man wird gleich als Rabenmutter hingestellt.
Unfassbar, in dem Alter habe ich gerade meinen erst PC bekommen, der nach dem Hochfahren leider nur die DOS-Eingabeaufforderung gezeigt hat. Kann mich erinnern, mehrere Stunden gebraucht zu haben, bis ich immerhin die Dosshell gefunden hatte. Und der Knabe schreibt über Accessibility, twittert aus Internet-Cafés und bastelt mit CSS, XHTML, PHP, Javascript und mehr. Freak. Im positiven wie im negativen Sinne.
Hallo!
Erstmals danke das du über meinen Blog gebloggt hast.
Bei meinen Projekten stresst mich niemand und ich kann tun und lassen was ich will.
Ich kann meine Zeit also frei einteilen und bestimmen wann ich mit meinen Kollegen abmache. Dann gehen wir auch mal raus… In den angesprochenen Foren bin ich lediglich Mitglied – nicht Moderator. Auch da stresst mich also niemand.
Nur weil es selten ist, das Kinder in meinem Alter so leidenschaftlich programmieren, müsst ihr noch lange nicht sagen, das ich ein Freak sei der vor dem PC vereinsamt! Ich finde es etwas schade, dass ihr das so ab tut, weil es etwas ist, dass euch bisher vielleicht noch nicht begegnet ist.
Ausserdem hat bisher noch niemand in meinem Freundeskreis, welcher mich wohl etwas besser kennt als ihr, mich so beurteilt wie die vorgehenden Kommentatoren.
“Urteile erst über jemanden, wenn du einen Monat in seinen Mokasins gegangen bist.” – den Spruch hatten wir heute im Deutsch und passt doch, nicht?
Grüsse aus der verschneiten Schweiz,
André
Wikipedia zum Schlagwort Freak: “Ein Freak ist umgangssprachlich eine Person, die eine bestimme Sache, zum Beispiel ihr Hobby, über ein ‘normales’ Maß hinaus betreibt, diese Sache zum Lebensinhalt macht oder sich zumindest mehr als andere darin auskennt, z. B. ein Computerfreak.”
Das richtige Alter zum bloggen gibt es nicht. Es ist für mich auch in Ordnung, wenn Kinder einen Blog haben, der aber von den Eltern mit betreut wird. Dort stellen sie vielleicht ihre Bastelsachen vor oder ihre ersten selbstgemachten Gedichte. Vielleicht auch ihre ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, aber ich finde, dass man unter 16 das nicht mehr ganz so freigeben sollte wie es jetzt ist, denn es sind Kinder und oft wissen nicht mal die Erwachsenen was sie alles in einen Blog schreiben dürfen und was nicht woher sollen es dann Kinder wissen. Das ist einfach zu gefährlich.