Man muss sich das nur einmal vorstellen. Man bloggt immer schön vor sich hin, hat ein paar Besucher und Kommentatoren und auch die Feeds werden abonniert. Eine richtig tolle Sache. Ich bin jung, erlebe und lerne viel – und halte es im Blog fest. Noch besser. Und dann: Job- resp. Lehrstellensuche. Für meinen Traumberuf Informatiker kann ich in der Bewerbung angeben, dass ich eine eigene Website habe. Zack, die Bohne – positiv und negativ in einem.
Positiv
Er ist engagiert, hat einige Vorkenntnisse und muss nicht erst in der Lehre erfahren, dass CSS nicht nur für Counter Strike Source (spiele ich übrigens nicht) steht. Genau der Richtige für diesen Beruf (vielleicht). Aber man muss nur bei der Website genauer hinschauen und man findet meine Blogs. Ohje, voll erwischt
Negativ
Ich schreibe hier ziemlich viel Zeugs rein. Merkwürdiges, Komisches, Inspirierendes und Tolles. Der Haken: Wenn ich dann nur mal schreibe, der Swisscom-Service liesse zu wünschen übrig, ist es vorbei mit einer möglichen Stelle. Ok, man muss die Beiträge zuerst noch finden. Aber mit einer Suchmaschine geht das in 1 Sekunde.
Aber so schlecht ist es ja auch nicht. Ich schreibe eigentlich gar nicht so Schlimme Sachen. Vielleicht schauen die ja mein Blog gar nicht an oder im schlimmsten Fall doch…
Im Grunde muss ich mir keine Sorgen machen. Es ist mein Privatleben. Hey, jeder hat das (abgesehen von den Walk-of-Fame-Promis und Möchtegern-VIPs) – und ich stell einen kleinen Teil davon ins Internet.
Aber sobald man einen Job hat, 40 und erfolgreich ist, kann man das problemlos tun. Blog eröffnen, über alles und nichts schreiben. Und… am Ende ist man dann wie Redder (nicht böse gemeint)
Also von dem her: Völlig unnötiges Thema, es gibt keinen Grund zur Sorge. Nochmals Glück gehabt.
